Montag, 17. März 2014 | Frechen

Zehn DAF XF 440 für Spedition Nüllig & Haß


Für die Automobillogistik im Einsatz

Für den Transport von Autoteilen hat die Spedition Nüllig & Haß oHG in Wuppertal insgesamt zehn neue DAF XF für Standard- und Volumentransporte in Dienst gestellt. Die Sattelzugmaschinen des niederländischen Herstellers sind die ersten Euro 6-Fahrzeuge in der nordrhein-westfälischen Spedi-tion, die auf einen Fuhrpark mit insgesamt 200 Sattel- und Gliederzügen verweisen kann.

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Zehn neue DAF verstärken seit Anfang des Jahres den Fuhrpark von Nüllig & Haß. Die Hälfte davon ist für den Transport mit Megatrailern im nationalen Fernverkehr vorbereitet. Die übrigen fünf DAF XF haben Standard-Trailer im Schlepp und sind im Nahverkehr im Einsatz. Alle zehn Sattelzüge treiben PACCAR MX-11-Motoren mit jeweils 320 kW (440 PS) an. Dank Common-Rail-Einspritzung, variablem Turbolader, Abgasrückführung sowie Abgasnachbehandlung mittels SCR-Katalysator und Dieselpartikelfilter erfüllen sie die Euro 6-Norm.

„Für uns sind es nicht nur die ersten DAF im Fuhrpark, sondern auch die ersten Euro 6-Motoren. Es wird daher doppelt spannend, wie sich die Fahrzeuge im Euro 5-Umfeld schlagen. Kraftstoffverbrauch, Betriebskosten und Lebensdauer gehören für uns zu den wichtigsten Kriterien eines Lkw“, betont Andreas Nüllig, Geschäftsführer von Nüllig & Haß. Zusammen mit seinem Partner und zweitem Geschäftsführer Hans Haß hat der 53-Jährige das Unternehmen vor 25 Jahren aus der Taufe gehoben. Anfangs lag der Schwerpunkt nicht im Transport. Mit Auto- und Lkw-Waschstraßen ist das Doppel groß geworden. Insgesamt betreiben Nüllig & Haß heute vier Waschstraßen in Wuppertal und Umgebung.

200 Lastzüge im Einsatz

Inzwischen besteht das Kerngeschäft im Straßengütertransport. Hier bedient Nüllig & Haß ausschließlich namhafte Großspeditionen, für die täglich bis zu 200 Tonnen Güter zu bewegen sind. Etwa 170 Sattel- und 30 Gliederzüge für den Wechselbrückentransport, rund 260 Auflieger und 240 Fahrer sind im Unternehmen beschäftigt. Vordergründig sammeln Mannschaft und Material regional im Nahverkehr Teile für die Automobilproduktion ein, die dann im Nachtbegegnungsverkehr zu verschiedenen Automobilwerken in Deutschland transportiert werden. Die Hauptachse für den nationalen Fernverkehr bildet die Autobahn A3 zwischen Leverkusen, Frankfurt/Main, Würzburg und Nürnberg. Zusätzlich bietet die Wuppertaler Spedition Direktfahrten mit Komplettladungen an, für die auch fünf der neuen DAF XF mit Megatrailern für drei Meter Innenhöhe bestimmt sind. Gut 60 Prozent der Transporte wickelt Nüllig & Haß für die Autoindustrie ab. Der Rest macht klassischen Stückgutverkehr aus.

„200 Lastzüge steuert man nicht mehr nebenher. Schon mit 30 Lkw stießen wir zu zweit an unsere Grenzen, weshalb wir uns mit Karin Reckmann eine erfahrene Logistikerin an Bord geholt haben“, sagt Nüllig. Reckmann stammt aus der Automobilindustrie und leitet seit 18 Jahren das Speditionsgeschäft bei Nüllig & Haß. Parallel zu Spedition und Waschstraßen bietet das Unternehmen Rangierdienste an Umschlagplätzen großer Logistikunternehmen, Überwachung von Wechselbrücken-Auflieger, Fahrzeugüberführungen sowie Fahrzeugaufbereitungen an. Darüber hinaus verfügt die Spedition am Wuppertaler Stammsitz über eine 3.300 Quadratmeter große Logistikhalle mit 28 Verladetoren und Platz für 15.000 Paletten. Insgesamt misst das Gelände 35.000 Quadratmeter und beherbergt auch eine Dieseltankstelle sowie eine eigene Werkstatt.

Hier wartet und pflegt das Personal vor allem den Trailer-Fuhrpark, repariert Lkw-Planen und übernimmt den kompletten Reifen- und Räderservice. Das Werkstattteam kann bei Bedarf auch komplette Motoren und Getriebe austauschen. Für die Zugmaschinen existieren allerdings umfangreiche Wartungs- und Reparaturverträge der Hersteller.

Das Servicenetz entscheidet

Für die neuen DAF XF übernimmt der DAF-Vertragspartner Bauer Nutzfahrzeuge & Baumaschinen GmbH in Solingen den Service, wo auch die Übergabe der Sattelzugmaschinen und die Fahrereinweisungen stattfanden. „Der DAF-Stützpunkt in Solingen an der Stadtgrenze zu Wuppertal ist neu für uns und macht einen sehr guten Eindruck“, sagt Nüllig. Vor 15 Jahren holte der gebürtige Wuppertaler schon einmal einen DAF in den Fuhrpark. Der verrichtete über 600.000 Kilometer anstandslos und störungsfrei seinen Dienst. „Wir sind auf ein dichtes Servicenetz angewiesen. Das konnte DAF damals nicht bieten. Deshalb hatten wir uns bei der Nachbestellung für eine andere Marke entschieden“, gibt der zweifache Familienvater preis. Das sei jetzt anders. Das DAF-Servicenetz steht dem anderer Lkw-Marken bei Größe und Qualität in nichts nach.

Dreieinhalb bis vier Jahre sollen die DAF-Neuzugänge bei Nüllig & Haß bleiben und in dieser Zeit etwa 400.000 Kilometer abspulen, bevor sie durch neue Fahrzeuge ersetzt werden. Machen sie ihre Sache gut und verbrauchen trotz der aufwendigeren Euro 6-Technik kaum mehr Kraftstoff, dürften den zehn Sattelzugmaschinen bald weitere DAF-Lkw folgen, wie der gelernte Kfz-Schlosser Nüllig durchblicken lässt. 

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