Donnerstag, 27. März 2014 | Frechen

„Cooler“ DAF wirbt für die Frankfurter Löwen


RICHTER.transporte fährt Eishockey-Werbung

Eishockeyfans im Rhein-Main-Gebiet wird es freuen: RICHTER.transporte in Langenselbold schickt jetzt ihren ersten DAF XF mit Euro 6-Motor auf die Straße, dessen Kühlauflieger großzügig mit Werbung der Löwen Frankfurt beklebt ist. Der Spediteur und Fan der ersten Stunde, Hans-Jörg Richter, will damit seinen Klub beim Kampf im Aufstieg in die 2. Eishockey-Bundesliga unterstützen.

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Der DAF-Kühlzug von RICHTER.transporte ist rund um die Uhr im Rhein-Main-Gebiet unterwegs und beliefert täglich die Filialen eines Lebensmitteldiscounters mit Tiefkühl- und Frischeprodukten. Dementsprechend häufig sind die 460 PS starke Zugmaschine mit weißem Space Cab-Fahrerhaus und der 13,60 Meter lange Kühlkoffer mit „Löwen“-Werbung für die Fans der Frankfurter Eishockeymannschaft auf hessischen Straßen zu entdecken.

Die Idee für den Werbe-Sattelzug hatte Firmengründer, Inhaber und Geschäftsführer der RICHTER.transporte Spedition und Logistik GmbH, Hans-Jörg Richter selbst. Als langjähriger Fan und offizieller Partner der Frankfurter Löwen verfolgt er regelmäßig die Spiele seines Teams. Im Besitz zweier VIP-Karten hat der 43-jährige noch nie ein Heimspiel verpasst, die er gemeinsam mit Kunden und Geschäftspartnern besucht. Umfangreiche Unterstützung für sein Projekt bekam der zweifache Familienvater von der DAF-Niederlassung in Frankfurt, mit der er bereits seit fünf Jahren erfolgreich zusammenarbeitet und die den XF-Neuzugang in Euro 6 an das Unternehmen ausgeliefert hat.

„Das Team um Geschäftsführer Hein Nievelstein mit seinem Lkw-Verkäufer Jörg Schneider und die Werkstatt selbst arbeitet großartig. Anfragen bearbeiten die Mitarbeiter schnell und umfassend. Der Service ist prima, und kurzfristig Hilfe bekomme ich immer, falls nötig. Da war es logisch, die DAF-Mannschaft aus Frankfurt auch bei der Umsetzung der Löwen-Werbung, um Hilfe zu bitten“, sagt Richter. Insgesamt 5.000 Euro hat das komplette Bekleben mit Frankfurter Stadt-Silhouette, Löwenkopf, Eishockeyspieler und großem Schriftzug an den Flanken und am Heck des Aufliegers gekostet. „Ein Fan-Geschenk an den Verein“, wie der gebürtige Hanauer versichert.

Ungewöhnliche Werbeform kommt an

Die Resonanz auf den ungewöhnlichen Werbeträger scheint einmalig. Mehrfach sprachen Kenner der Szene den Verein auf den auffälligen Sattelzug an und begrüßten die Werbung für ihren Klub. Auch im sozialen Netzwerk Facebook haben sich viele Fans gemeldet, die den Truck auf der Straße erkannt, fotografiert und ein Bild auf der Pinnwand der Löwen-Seite gepostet hatten. Dazu hatte der Verein aufgerufen und für alle Teilnehmer einen Löwen-Fan-Schal „Die Hesse komme“ ausgelobt. Insgesamt gab es bisher fast 600 so genannter Likes für den Truck auf der virtuellen Pinnwand.

Für die RICHTER.transporte sind insgesamt 24 Sattelzüge im nationalen Nah- und Fernverkehr im Einsatz. Der reinrassige DAF Fuhrpark rollt in erster Linie für die Lebensmittelindustrie. Zehn der Kühlzüge holen die Waren in verschiedenen Zentrallägern der Discounter ab und verteilen sie in den Filialen zwischen Frankfurt, Aschaffenburg und Fulda sowie im angrenzenden Rheinland-Pfalz bis nach Kaiserslautern. Die übrigen Lkw sind deutschlandweit im Fernverkehr im Einsatz. Rund die Hälfte der DAF-Flotte ist im Besitz der Spedition, die andere Hälfte bei PacLease und anderen Anbietern angemietet. Mit der Miete eines Lastzuges hat 2006 alles angefangen. Als gelernter Speditionskaufmann und Verkaufsleiter bei einem großen Logistikdienstleister beschäftigt, gründete Hans-Jörg Richter das Einzelunternehmen anfangs als Nebenerwerb. Zwei Jahre später gab der gelernte Verkehrsfachwirt seine Festanstellung auf, nachdem der Fuhrpark bereits auf vier Lkw angewachsen war. In dieser Zeit stieg auch seine Ehefrau Kerstin, ebenfalls gelernte Speditionskauffrau, in das Unternehmen ein. In 2009 wandelte der Firmenchef den Transportbetrieb in eine GmbH um.

Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Fuhrpark bereits auf acht Fahrzeuge verdoppelt. Heute beschäftigt RICHTER.transporte 46 Mitarbeiter, von denen 43 als Lkw-Fahrer eingestellt sind. Am Langenselbolder Stammsitz verfügt das Logistikunternehmen über 500 Quadratmeter Lagerfläche in einer abschließbaren, trockenen und staubfreien Halle sowie über 1.000 Quadratmeter Freilagerfläche. Das Unternehmen mit langjähriger Speditionserfahrung bietet daher neben dem Transportgeschäft auch sämtliche Lager- und Logistikdienstleistungen sowie Consulting für andere Firmen an.

Geringer Dieselverbrauch mit Euro 6-Motor

Für DAF hat sich Richter aufgrund von Qualität, Service und Wirtschaftlichkeit entschieden. „Ich habe im Berufsleben alle Lkw-Marken getestet und bin bei DAF geblieben. Meine Fahrer schwören auf das Produkt“, argumentiert Richter. Der Kraftstoffverbrauch stimme und die gesamten Betriebskosten ebenfalls. Der DAF XF mit Euro 6-Motor verbrauche gut zehn Prozent weniger Treibstoff als sein Euro 5-Vorgänger vom Typ XF105. Daran trüge allerdings auch die gutausgebildete Stammbesatzung ihren Anteil, die im Schichtbetrieb fast täglich bis zu 500 Kilometer im Nahverkehr abspulen.

Umfangreiche Ausstattung im DAF XF

Neben dem PACCAR MX-13-Motor mit 460 PS, Common-Rail-Einspritzung, variablem Turbolader, Abgasrückführung, SCR-Katalysator und Dieselpartikelfilter für die Erfüllung der Euro 6-Abgasgrenzwerte ist der neue DAF XF mit dem Zwölfgang-AS-Tronic-Automatikgetriebe, ZF-Intarder, Doppel-Tankanlage für 850 plus 430 Liter Diesel, Klimaanlage, Standheizung, Kühlschrank und Luxus-Fahrersitz und – wie alle 24 Sattelzüge – mit GPS-Satteliten-Ortung ausgestattet. Um keine Überraschungen bei den Servicekosten zu erleben, verfügen alle DAF über einen Wartungs- und Reparaturvertrag und rollen turnusmäßig in die Frankfurter DAF-Werkstatt. Nach vier Jahren und knapp 600.000 Kilometer Laufleistung steht RICHTER.transporte Ersatzbeschaffung bei den Zugmaschinen an. Daher dürfte im September dieses Jahres ein weiterer DAF XF105 mit Euro 5-Maschine ins Altenteil wechseln und Platz für einen neuen XF in Euro 6 machen. Wer weiß, ob der am Ende nicht auch einen Auflieger mit Werbung der Frankfurter Löwen ziehen darf. 

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