Mittwoch, 24. Februar 2016 | Eindhoven/Frechen

50 Jahre DAF-Produktion in Belgien


Belgische Achsen und Fahrerhäuser setzen Qualitätsstandards

DAF Trucks in Oevel (Westerlo, Belgien) eröffnete sein Fahrerhauswerk vor 50 Jahren. Heute ist DAF Trucks Vlaanderen N.V. eine hochmoderne Produktionsstätte, die kontinuierliche Investitionen von rund 600 Millionen Euro in den letzten 15 Jahren verzeichnen kann. Derzeit produzieren die rund 2.200 Mitarbeiter 200 Fahrerhäuser und 450 Achsen pro Tag für die beliebten DAF XF- und CF-Baureihen. Die Tatsache, dass DAF in Westerlo jetzt 100 Millionen Euro in eine komplett neue Fahrerhaus-Lackieranlage investiert, zeigt das Vertrauen des niederländischen Lkw-Produzenten in die Zukunft seiner Produktionsstandorte in Belgien.

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Um die steigende Nachfrage an DAF-Lkw zu befriedigen, musste die Produktionsstätte Mitte der 1960er Jahre erweitert werden. Obwohl DAF genügend Platz am Standort in Eindhoven hatte, gab es nicht genügend Fachkräfte vor Ort. Daher konzentrierte sich DAF auf die Region Kempen in Belgien, wo die Schließung von Minen und regionalen Diamantschleifunternehmen ein hohes Arbeitskräftepotenzial freigesetzt hatte.

Ein 40.000 m2 großes Areal längs der Autobahn A13 bei Oevel wurde Weihnachten 1964 für 90 Millionen Belgische Franc (umgerechnet 2,23 Mio Euro) erworben. DAF Trucks begann unverzüglich mit dem Bau eines 12.000 m2 großen Werkes und nahm bereits im ersten Halbjahr 1966 den Betrieb auf.

Qualitätsprädikat „Made in Belgium“

Seit 1966 sind Lkw von DAF mit dem Qualitätsprädikat „Made in Belgium“ gleichzusetzen. Die ersten vier Fahrerhäuser liefen bereits am 5. Mai 1966 vom Band. Die Produktion wurde schnell ausgebaut und bereits am 5. Juli desselben Jahres lief das 1.000ste Fahrerhaus in Oevel vom Band. Am 26. August konnte DAF Vlaanderen stolz verkünden, dass bereits „jede Art von Kabinen-Ausführung“ hergestellt werden kann. Inzwischen lief die neue Lackiererei bereits auf vollen Touren. Doch erst, nachdem zwei gigantische Müller-Metallpressen am 1. Dezember 1966 von Eindhoven nach Belgien verlagert wurden – ein Vorgang, der alleine zwei Monate dauerte – wurde die Produktion endgültig eigenständig. Nur wenige Monate später entschied sich DAF dazu, das Fahrerkabinenwerk zu erweitern, um sich auf die 1968 bevorstehende Einführung einer neuen Lkw-Generation mit damals revolutionären Kippfahrerhäusern vorzubereiten.

Achsenfertigung nach Belgien verlagert

Die hohe Qualität der von DAF Vlaanderen hergestellten Fahrerhäuser war der Grund dafür, dass das schnell wachsende Unternehmen im Jahr 1971 das Achsenwerk von Eindhoven nach Westerlo verlagerte. Ein neues 13.000 m2 großes Werk wurde zur bestehenden Produktionslinie hinzugefügt. Die Mitarbeiteranzahl kratzte zu diesem Zeitpunkt bereits an der 1000er-Marke.

1985 erfolgten weitere, umfangreiche Investitionen in DAF Vlaanderen. Zur Kabinenlackierung wurde ein komplett neues Werk gebaut – seinerzeit das umweltfreundlichste in ganz Europa. Auch die Achsenproduktion setzte neue Maßstäbe: Da DAF eigene Achsen entwickelt und herstellt, sind sie immer exakt auf die individuellen Fahrzeugtypen zugeschnitten. Diese Tatsache wiederum gewärleistet maximale Effizienz auf der ganzen Produktionslinie.


DAF Vlaanderen wächst weiterhin

Auch nach der Jahrtausendwende wurden die Investitionen in das DAF-Achsen- und -Fahrerhauswerk in Westerlo fortgesetzt. Dies gilt insbesondere für die aktuelle Generation der Euro-6-Fahrzeuge, die im Jahr 2013 eingeführt wurde. Die Herstellung der Fahrerhauskarosserien ließ sich größtenteils automatisieren, wodurch nicht nur die Qualität sondern auch die Arbeitsbedingungen weiter verbessert wurden. Aus denselben Gründen erlebte auch die Fertigung des Super Space Cabs eine sehr erfolgreiche Generalüberholung.

Über die letzten 15 Jahre investierte DAF Trucks etwa 600 Millionen Euro in sein Achsen- und Kabinenwerk in Westerlo und produzierte 2011 die zweimillionste Achse und 2014 das millionste Fahrerhaus. 2015 begann der Bau einer komplett neuen Kabinenlackiererei. Nach ihrer Einweihung wird sie europaweit die modernste ihrer Art sein und die Produktionskapazität des Kabinenwerks um 50 Prozent steigern. Die neue Lackieranlage spielt im weiteren strategischen Wachstum von DAF in Europa eine wichtige Rolle.

Produktion nach dem „Just-in-Time-Prinzip”

Wie in allen anderen DAF-Werken produziert auch DAF Vlaanderen Achsen und Fahrerhäuser „sequenziell“ nach dem „Just-in-Time-Prinzip”. Dies bedeutet, dass Fahrerhäuser und Achsen zur exakt gleichen Zeit und in der richtigen Sequenz (basierend auf Kundenbestellungen) an das DAF-Montagewerk in Eindhoven und an Leyland Trucks in Großbritannien geliefert werden.

50 Jahre sind eine „fantastische Anerkennung“

„Die Tatsache, dass wir jetzt 50 Jahre DAF-Produktion in Belgien feiern, ist eine fantastische Anerkennung für unsere über 2.200 Mitarbeiter,“ so Harrie Schippers, Vorstandsvorsitzender von DAF Trucks N.V. „Dank ihres Engagements und ihrer Leidenschaft, können wir Lkw bauen, die mit Blick auf Zuverlässigkeit, Qualität und Komfort Spitzenplätze einnehmen. Mit unseren kontinuierlichen Investitionen in DAF Trucks Vlaanderen N.V. demonstriert DAF sein Vertrauen in die Zukunft des Werks in Belgien.“

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