„Es stimmt, dass Frauen manches schneller erledigen.“


 

Lkw-Fahrerinnen in den Startlöchern

Ein großer Lkw mit dem jugendlichen Gesicht einer kleinen Frau hinter dem Lenkrad. Ein DAF-Lkw mit einem Micky-Maus-Aufkleber als Blickfang. Für Ada Wiacek ist das ein Hobby, alltägliche Arbeit und seit Neuestem auch ein Geschäft.

Eine Frau am Steuer eines Lkws ist kein so ungewöhnlicher Anblick mehr. Allein in Polen gibt es schätzungsweise 3.200 solcher „Ladys am Lenkrad“. Was noch wichtiger ist: Arbeitgeber sagen, die Leistung von Frauen sei in dieser Branche genauso gut wie die von Männern. Sie sind fleißig, gründlich, pünktlich – und ihre Sozialkompetenzen sind besonders nützlich, wenn Diplomatie gefragt ist, um Probleme zu lösen. „Es stimmt, dass Frauen manches schneller erledigen. Wenn eine Frau ins Büro kommt, ist es plötzlich kein Problem mehr, eine Rampe zu finden oder Hilfe beim Entladen zu bekommen“, lacht Ada. Sie fährt für Ligenza Transport, wo sie auch Mitinhaberin ist.

„Schaffen Sie das?“ „Na klar!“

Ada und ihr Verlobter Pawel Ligenza fahren gemeinsam den 480 PS starken, weiß-roten DAF XF Pure Excellence und legen damit Tausende von Kilometern zurück. Der unverkennbare Mickey-Maus-Aufkleber auf ihrem Lkw ist selbst von Weitem zu sehen. Zudem leiten sie ein kleines Lieferunternehmen für Fahrzeugteile, das für gewöhnlich auf dem spanischen Markt agiert. Sie haben in dieser Funktion einen Vertrag mit ihrem früheren Arbeitgeber Wichot Transport, der nichts dagegen hatte, dass die beiden eine neue Firma gründen wollten, und ihnen sogar seine Hilfe anbot. „Als wir für die Firma arbeiteten, sind Pawel und ich Berufsfahrer geworden. Pawel hat schon sieben Jahre Erfahrung als Fahrer, ich drei. Wie es angefangen hat? Es fiel mir immer schwerer, so viele Tage ohne Pawel zu verbringen, während er unterwegs war. Eines Tages habe ich einfach gesagt: 'Es reicht! Ich komme mit dir!' Damals gab es in seiner Firma eine freie Stelle. Pawel sagte seinem Chef, er hätte die perfekte Kandidatin für den Posten als seine Beifahrerin. Der Firmeninhaber konnte es zunächst nicht glauben, lud mich aber zu einem Meeting ein, das etwa drei Minuten dauerte. Er hat mir nur eine Frage gestellt: 'Schaffen Sie das?' Ich sagte: 'Na klar!'“, berichtet Ada lachend. Sie ist die erste Frau, die bei der Firma angestellt wurde.

„Ladys am Lenkrad“ auf dem Vormarsch

Damals war es noch ein Novum, aber die Situation hat sich in den letzten Jahren sowohl auf den polnischen als auch auf den europäischen Straßen verändert. „Für einige klingt es vielleicht überraschend, aber ich kann keinerlei Unterschied zwischen Männern und Frauen erkennen, was ihren Fahrstil oder die Einstellung ihnen gegenüber innerhalb der Branche angeht. Eine strikte Trennung zwischen Männer- und Frauenberufen gibt es heute nicht mehr. Viele Männer sind hervorragende Köche, Friseure oder Kosmetiker. Ich sehe mehrmals am Tag Frauen am Steuer eines Lkws, vor allem in Frankreich oder Spanien, und oft auch in Doppelschichten. Ich habe die gleichen Aufgaben wie Pawel: Ich fahre, helfe beim Entladen, wechsle Reifen und ziehe die Plane herunter. Ich habe Probleme, an die oberen Strahler zu kommen – nicht weil ich eine Frau bin, sondern einfach aufgrund meiner Körpergröße (1,54 m). Vor Kurzem habe ich sogar einen Rekord aufgestellt: Reifenwechsel in 40 Minuten!“, sagt Ada.

DAF-Partner bietet Unterstützung

Vor einem Jahr beschlossen Ada und Pawel, ihr eigenes Unternehmen zu gründen: Ligenza Transport. Ihr früherer Arbeitgeber willigte ein, sich um die Logistik zu kümmern, was für beide Seiten praktisch war: „Wir wollten einfach unabhängiger sein; ein höheres Einkommen war natürlich auch ein wichtiger Aspekt. Selbst bei höheren Kosten und mehr Verantwortung würde es für uns profitabler sein“, erzählt Ada. Sie beteuert, dass Ihr DAF-Partner eine wichtige Rolle beim Aufbau ihres Geschäfts spielte: „Sie kümmern sich um die Fahrzeuge und bieten unserem früheren Arbeitgeber unterstützende Dienstleistungen an. Daher haben wir sie um Hilfe gebeten, was sich als eine gute Idee herausstellte. Sie unterstützten uns nicht nur bei der Beschaffung der nötigen Geldmittel, sondern verhinderten auch eine kleinere Finanzkatastrophe auf unserer Seite. Der Plan, den wir aufgestellt hatten, wäre für uns langfristig nicht profitabel gewesen. Solche Hilfe und die Gewissheit, dass sich jemand um uns sorgt, der nicht nur seine eigenen Bedürfnisse im Blick hat, sondern auch unsere, ist für uns bis heute von unschätzbarem Wert. Zu beiden DAF-Lkw gehören Servicevereinbarungen, sodass wir unbeschwert ans Werk gehen können. Wir müssen uns lediglich um Fahrer, Reifen und Kraftstoff kümmern. Die Vereinbarungen haben sich als sehr hilfreich erwiesen – und das bereits mindestens dreimal. Als wir vor Kurzem in Deutschland unterwegs waren, rissen die Keilriemen. Doch ein Anruf bei DAF ITS genügte, und wir waren keine zwei Stunden später schon wieder auf der Straße. Wir wissen es sehr zu schätzen, dass unser DAF-Partner ein offenes Ohr für unsere Vorschläge hat und dass er rund um die Uhr für uns da ist. Wir müssen ihm nur sagen, was wir brauchen, und innerhalb kurzer Zeit bietet er uns eine Lösung an“, berichtet Ada.

Transport der Zukunft mit DAF XF Pure Excellence

Ligenza Transport mag erst seit einem Jahr bestehen, plant aber bereits weitere Investitionen. Das Unternehmen besitzt schon zwei 480 PS starke DAF XF Lkw mit hochwertig ausgestatteten Fahrerhäusern und plant für dieses Jahr die Anschaffung des neuesten XF SSC Pure Excellence. Das junge Unternehmerpaar beschäftigt außerdem zwei Fahrer, ebenfalls ein Berufsfahrer-Paar, und sucht nach neuen Mitarbeitern. Auf allen DAF-Lkw prangen Aufkleber mit Motiven aus Disney-Zeichentrickfilmen – ein weiteres gemeinsames Interesse von Ada und Pawel. Wenn Ihnen also ein DAF-Lkw mit polnischem Kennzeichen und einem Mickey-Maus-Aufkleber auf der Karosserie entgegenkommt, dann winken Sie – wahrscheinlich sitzt Ada darin.

Besserer Service, Besserer DAF