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DAF CF Electric bewährt sich im Containerverkehr

Elektrifizierte DAF-Sattelzugmaschinen bei Contargo

 
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  • Donnerstag, 7. Januar 2021
  • Eindhoven
  • DAF Trucks Deutschland
 

Seit gut 19 Monaten sind zwei DAF CF Electric-Sattelzüge bei Contargo im Regelbetrieb und bringen Container aus dem Duis-burger Hafen ins Hinterland und zurück. Der Einsatz der schweren E-Lkw bilden für den international tätigen Container-Logistiker ei-nen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Dekarbonisierung aller seiner Dienstleistungen.

 

Spätestens 2050 soll kein Schiff, keine Bahn und kein Lkw von Contargo mehr CO2-Emissionen verursachen. Die Umsetzung dieses Ziels startete der Logistikdienstleister mit dem Containertransport auf der Straße. Seit Mitte 2019 mindern zwei vollelektrische Lkw von DAF den CO2-Ausstoß der Flotte nachhaltig. Zu diesem Zeitpunkt war DAF der einzige Hersteller, der schwere Sattelzugmaschinen mit reinem Elektroantrieb serienmäßig liefern konnte. Das hat dem niederländischen Nutzfahrzeughersteller einen entscheidenden Vorsprung verschafft.

Die DAF CF Electric sind für 37 Tonnen Gesamtgewicht zugelassen. Statt Verbrenner schlägt ein Elektro-Herz mit 210 kW Leistung unter ihrem Blech. In der neuesten Generation der Stromer versorgt ein relativ kleiner und leichter Lithium-Ionen-Akku mit 315 kWh effektiver Kapazität das Aggregat mit Strom. Während sich die beiden Contargo-Trucks noch mit rund 100 Kilometern Reichweite begnügen müssen, schafft die aktuelle Generation des CF Electric Touren bis 200 Kilometer ohne Nachladen. Doch für den Einsatz im Terminal reicht es vollkommen. Das Aufladen erfolgt im Duisburg Intermodal Terminal (DIT) über Nacht. Ein Zwischenladen für mehr Reichweite ist derzeit nicht vorgesehen, würde aber eine Schnellladung mit 150 kW problemlos verkraftet. Nach 30 Minuten ist die zweiachsige E-Zugmaschine wieder einsatzbereit. Für eine volle Aufladung ist eine 1,5-stündige Pause nötig.

Aufgrund der Parameter muss die Contargo-Disposition stets Containergewicht und Routenlänge berücksichtigen. Sie schickt die batteriebetriebenen DAF CF nur mit leichteren Containern auf kurzen Touren im Duisburger Raum los. Generell absolvieren die Contargo-Lkw im Nahverkehr drei bis vier Touren pro Tag und legen durchschnittlich 240 Kilometer mit bis zu 44 Tonnen Gesamtgewicht zurück. Auch wenn die beiden DAF CF Electric das noch nicht ganz schaffen, haben sie sich bislang im täglichen Einsatz bestens bewährt. Holprig sei nur der Projektstart gewesen. Das Aufladen der Akkus klappte nicht gleich, weil die Kommunikation zwischen Lkw und Ladeinfrastruktur versagte. Hier musste anfangs nachjustiert werden – nun läuft das System reibungslos.

„Wir habe mit Ausfällen gerechnet, aber die gab es nicht“, resümiert Kristin Kahl, Prokuristin bei Contargo und für Sustainable Solutions zuständig. Der Feldversuch mit schweren E-Lkw soll dem Unternehmen aufzeigen, ob im Container-Nahverkehr Lkw mit großer Batterie ohne Zwischenladen oder Lkw mit kleinen Akkus und dafür zwei- bis dreimal Nachladen am Tag sinnvoller sind. „Mit den Elektro-Lkw sinkt der Klimagas-Ausstoß um mindestens 38 Prozent in der Well-to-Wheel-Betrachtung – unter unserer Verwendung von reinem Ökostrom sogar um 89 Prozent“, versichert Kahl.

Contargo hat sich zum nachhaltigen Wirtschaften verpflichtet. Hier machen sich die E-Trucks mehr als bezahlt. Einen großen Erfolg feierte das Unternehmen mit dem Umweltpreis „Green Truck Logistic Solution 2019“, den DAF und Contargo im vergangenen Jahr für den E-Lkw-Feldtest gewinnen konnten. Pluspunkte sammeln die DAF CF Electric auch bei den Fahrern. Sie freuen sich über das starke Anzugsvermögen, über weniger Lärm und kaum Vibrationen in der Kabine. Bedienung, Handling und „Nachtanken“ seien ebenfalls unkompliziert. Nur ungern würden die Fahrer wieder auf einen Lkw mit klassischem Dieselantrieb wechseln.

Contargo in Kürze

Als internationaler Logistikdienstleister übernimmt Contargo Transporte zwischen den Westhäfen, den deutschen Nordseehäfen und dem europäischen Hinterland im trimodalen Verkehr. Das Duisburger Unternehmen betreibt 24 Containerterminals in Deutschland, Frankreich und der Schweiz. An sieben weiteren Standorten in Deutschland, Belgien und den Niederlanden ist Contargo mit Büros vertreten. Zum Netzwerk des Containerlogistikers gehören vier Schiffslinien mit über 40 Schiffen, mehrere Bahnlinien und rund 750 Schwer-Lkw. Jährlich schlägt Contargo zirka 2,1 Millionen Zwanzig-Fuß-Standardcontainer (TEU) um und erwirtschaftet mit rund 1.200 Beschäftigten einen Jahresumsatz von etwa 525 Millionen Euro.

 

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