DAF in Action
Gebrauchte DAF-lkw machen sich einen namen
Mit seinem Geschäftsbereich für gebrauchte Lkw hat sich DAF in relativ kurzer Zeit fest etabliert. Auch wenn sie gebraucht sind, können DAF-Lkw noch eine lange Lebensdauer bieten – insbesondere wenn sie von einem DAF-Partner gewartet werden. DAF in Action spricht mit Gerrit-Jan Bas von PACCAR Financial, der 2017 dazu beigetragen hat, den Grundstein für das umfangreiche Gebrauchtfahrzeugprogramm zu legen.
DAF betreibt mittlerweile sieben Gebrauchtfahrzeugzentren in ganz Europa: von Madrid bis Warschau und von Lyon bis Prag. Ein großer Teil der gebrauchten DAF-Lkw wird mittlerweile über diese Zentren und das dazugehörige Partnernetz verkauft. „Es ist ein Erfolgsrezept“, so Bas. „Wir kennen diese Fahrzeuge in- und auswendig, einschließlich ihrer Vorgeschichte, und wir überholen sie so, dass sie wie neu aussehen. Kurz gesagt: Jeder Lkw, der über unsere Gebrauchtfahrzeugzentren oder unsere Partner ein zweites oder drittes Leben erhält, ist eine ausgezeichnete und äußerst verantwortungsbewusste Wahl“, erklärt Bas.
Mit der Eröffnung eines brandneuen DAF Gebrauchtwagenzentrums in Warschau, Polen, reagiert DAF auf die wachsende Nachfrage nach jungen, gebrauchten Lkw in Mittel- und Osteuropa.
ZUVERLÄSSIGKEIT ÜBER VIELE JAHRE
Deshalb umfassen gebrauchte DAF-Fahrzeuge eine volle Garantie. „Kunden können eine Garantiezeit von drei Monaten bis zu zwei Jahren wählen, die entweder nur den Antriebsstrang oder das gesamte Fahrzeug abdeckt“, erklärt Gerrit-Jan Bas. Seiner Meinung nach ist diese Garantiezeit für DAF problemlos machbar, da ein neu gekaufter DAF in der Regel erst 400.000 Kilometer auf dem Tacho hat, bevor er in Zahlung gegeben wird. „Für einen Pkw bedeutet eine solche Laufleistung oft das Ende seiner Lebensdauer, aber ein DAF fängt bei diesem Kilometerstand gerade erst an und kann noch viele Jahre weiterfahren.“
„Wenn sie übermorgen unterwegs sein wollen, kann ein gebrauchter kw
Schnell arrangiert werden.“
Gerrit-Jan Bas
PACCAR Financial Europe
WEBSITE
Die spezielle Website dafusedtrucks.com/de-de sollte die erste Anlaufstelle sein, da sie einen vollständigen Überblick über die verfügbaren Produkte bietet. „Unsere Website ist ein ausgezeichneter Ort, um nach bestimmten Spezifikationen zu suchen“, so Bas. „Wir haben fast immer einen Lkw irgendwo in Europa, der die Anforderungen oder Bedürfnisse unserer Kunden erfüllt. Und wenn ein Kunde eine bestimmte Option wünscht, z. B. eine Standklimaanlage, kann ein DAF-Partner diese Option zur Verfügung stellen. Doch unsere Services gehen noch weiter: In jedem Land, in dem wir eine Finanzierungsgesellschaft haben, können wir zusätzlich eigene Finanzierungen anbieten. So erhalten Kunden maßgeschneiderte Lösungen in jeder Hinsicht.“
Zu guter Letzt hebt Bas noch einen weiteren Vorteil der DAF-Gebrauchtfahrzeuge hervor: Schnelligkeit. „Wenn Sie übermorgen unterwegs sein wollen, lässt sich ein gebrauchter Lkw schnell organisieren. Viele Kunden sind mittlerweile von den Vorteilen eines Lkws mit nachweislicher Erfolgsbilanz überzeugt. Einige Kunden bitten uns sogar, sie direkt zu informieren, wenn ein Lkw des gewünschten Typs verfügbar wird. Das bedeutet im Grunde, dass wir Lkw manchmal verkaufen können, noch bevor sie überhaupt bei uns in Zahlung gegeben wurden.“
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Speditionsporträt Hellmold & Plank
Die Spedition Hellmold & Plank in Gießen treibt die Dekarbonisierung ihrer Lkw-Flotte konsequent voran. Mit der Übernahme des ersten DAF XG+ Electric setzt das traditionsreiche Familienunternehmen ein deutliches Zeichen im schweren Fernverkehr. Trotz anfänglicher Hürden bei Elektro-Lkw der ersten Generation ist für Geschäftsführer Peter Plank klar: Die Zukunft fährt emissionsfrei.
Von Frank Hausmann
Einfach mal machen. Nach diesem Prinzip handelte Peter Plank bereits 2023, als er die ersten Elektro-Lkw anschaffte. Dem Inhaber und Geschäftsführer der Hellmold & Plank GmbH war bewusst, dass eine neue Technologie nicht vom ersten Tag an reibungslos funktionieren würde. Dennoch wollte der 66-Jährige frühzeitig auf veränderte Marktbedingungen reagieren. Denn Kunden achten im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsberichte immer stärker auf den eigenen grünen Fußabdruck und erwarten diese Verantwortung auch von ihren Logistikpartnern. Inzwischen kommen wirtschaftliche Argumente hinzu. Die Transformation verlief keineswegs problemlos.
Die ersten Elektrofahrzeuge verursachten zu viele Ausfallzeiten, die Ersatzteilversorgung war unzureichend und an den Service- Schnittstellen fehlte es noch an Erfahrung. Auch die Kraftfahrer der vollelektrischen Leicht-Lkw zeigten sich zunächst skeptisch. Die Angst vor Pannen und leeren Akkus war groß, die Reichweite noch begrenzt. Doch das Bild hat sich grundlegend gewandelt.
SIEBEN ELEKTRO-TRUCKS-LKW IM NAH- UND FERNVERKEHR
Mit der regulären Großserienfertigung im DAF-Montagewerk in Eindhoven kam die Kehrtwende. Seit Herbst 2025 laufen dort die neuen DAF XD Electric und XF Electric vom Band. Im Mai folgten die schweren Fernverkehrsmodelle DAF XG Electric und XG+ Electric. Den allerersten DAF XG+ Electric überhaupt konnte Hellmold & Plank im Frühsommer übernehmen. Inzwischen gehören zwei dieser Elektro-Sattelzugmaschinen mit der größten Kabine am Markt zum Fuhrpark. Ergänzt werden sie durch drei DAF XD Electric 6x2-Motorwagen-Lkw für 26 Tonnen und zwei DAF LF Electric-Motorwagen-Lkw für 19 Tonnen. Zusammen legen diese sieben Elektro-Trucks-Lkw jährlich rund 450.000 Kilometer im Nah- und Fernverkehr zurück. Die aktuellen Modelle laufen bislang ohne Beanstandung. Entsprechend positiv ist die Rückmeldung der Fahrer, insbesondere zu den beiden DAF XG+ Sattelzügen. Die außergewöhnlich große Kabine mit 12,5 Kubikmetern Innenvolumen bietet viel Raum zum Fahren, Entspannen und Schlafen. Die Fahrer nennen sie liebevoll ihr „Tiny-Häuschen auf Rädern“.
TRADITIONSUNTERNEHMEN IN VIERTER GENERATION
Hellmold & Plank wird heute von Peter Plank in vierter Generation geführt. Unterstützung erhält der gelernte Betriebswirt von seinem Sohn Niklas. Die Wurzeln des Unternehmens reichen bis ins Jahr 1904 zurück, als Heinrich Hellmold und Heinrich Plank die Spedition gründeten. Vom Pferdefuhrwerk über die ersten Lastkraftwagen der 1920er Jahre bis zur heutigen Elektroflotte spiegelt der Fuhrpark die Entwicklung der Logistik wider. Bereits ein Fünftel des gesamten Fuhrparks ist elektrifiziert.
Für den regionalen Verteilerverkehr stehen 21 Fahrzeuge bereit, darunter vier Kleintransporter, zwölf 16-Tonner und fünf Dreiachser. Im Fernverkehr setzt Hellmold & Plank zusätzlich 13 Sattelzüge ein. Aus strategischen Gründen nutzt das Unternehmen mehrere Marken, wobei persönliche Fahrerpräferenzen und Anschaffungskosten eine Rolle spielen. Besonders im Regionalverkehr haben sich die DAF-Fahrzeuge bewährt: Sie bieten hohe Nutzlast und ein überzeugendes Preis-Leistungs-Verhältnis.
ÜBER 20 JAHRE PARTNERSCHAFT MIT DAF
Hellmold & Plank beschäftigt 63 Mitarbeiter. Davon sind 42 als Kraftfahrer auf der Straße unterwegs, acht arbeiten im Lager und 13 im kaufmännischen Bereich samt Disposition und Speditionsabfertigung. Eine eigene Lkw-Werkstatt betreibt das Unternehmen nicht. Stattdessen arbeitet es eng mit der DAF-Niederlassung Frankfurt/Main und dem DAF-Vertragspartner Car & Truck Center Wenzel in Reiskirchen zusammen. Die Partnerschaft mit DAF besteht seit über 20 Jahren. Die Fahrzeuge bleiben in der Regel sechs Jahre im Fuhrpark. Regional-Lkw erreichen dabei rund 300.000 Kilometer, Fernverkehrsfahrzeuge etwa 600.000 Kilometer Gesamtlaufleistung.
GROSSES WARENLAGER AM STAMMSITZ GIESSEN
Das Kerngeschäft von Hellmold & Plank ist breit aufgestellt. Die Spedition übernimmt regionale Stückgut- und Teilpartieverkehre, beliefert Drogeriemärkte, fährt Shuttle-Transporte im Werkverkehr und bietet Lagerung sowie Kommissionierung an. Am Stammsitz in Gießen steht dafür ein Warenlager mit rund 4.000 Quadratmetern Logistikfläche zur Verfügung. Dort werden unter anderem Metallteile, Kunststoffrohprodukte und Papierwaren gelagert und kommissioniert.
Die Lkw des Unternehmens sind täglich für unterschiedliche Branchen unterwegs. Schwerpunkte liegen im Automotive- Bereich, bei Drogerieartikeln und Palettenware. Je nach Einsatzgebiet reicht der Arbeitsalltag der Fahrer vom geregelten Nahverkehr bis zur klassischen Fernverkehrstour über die gesamte Arbeitswoche.
DAF XG+ ELECTRIC MIT HOHER REICHWEITE
Der jüngste Neuzugang, ein DAF XG+ Electric, fährt vor allem im klar strukturierten Fernverkehr mit festen Rundläufen. Der komplette Zug ist je nach Ladung mit durchschnittlich 32 bis 42 Tonnen Gesamtgewicht unterwegs. Die Sattelzugmaschine verfügt über den 350 kW/480 PS starken PACCAR EX-D2-Antrieb, zwei Elektromotoren, PowerShift und fünf LFP-Batteriesätze mit 525 kWh Bruttospeicherkapazität. Geladen werden kann per Gleichstrom mit bis zu 325 kW.
Die Energieversorgung sichert Hellmold & Plank überwiegend über eigene Infrastruktur. Auf dem Betriebshof stehen zwei PACCAR-Ladesäulen mit vier Anschlüssen. Bei kalkulierten Reichweiten von 400 bis 450 Kilometern müssen Fernverkehrszüge auf längeren Strecken jedoch öffentliche Ladepunkte nutzen. Das erfordert exakte Tourenplanung, denn Lkw-Ladestationen sind noch rar und nicht überall ist genug Platz zum Laden ohne Absatteln vorhanden.
Trotz dieser Herausforderungen ist die vollständige Umstellung des Fernverkehrsfuhrparks auf Elektroantrieb beschlossene Sache. Die aktuelle DAF-Generation überzeugt im Alltag mit Zuverlässigkeit und Effizienz. Für Hellmold & Plank markieren die DAF XG+ Electric den Startschuss für die feste Integration batterieelektrischer Lkw im Schwerverkehr. Es sind eben echte Macher
DAF betreibt schon die „Fabrik der zukunft“
Was 1966 mit vier Fahrerhäusern begann, die vom Band liefen, hat sich zu einer der modernsten europäischen Produktionsstätten ihrer Art entwickelt. 60 Jahre nach seiner Gründung ist DAF Trucks Vlaanderen im belgischen Westerlo zu einem unverzichtbaren Bestandteil des globalen Produktionsnetzwerks von DAF geworden. Die Geschichte dieses Werks ist geprägt von Wachstum, Innovation und vor allem von den Menschen, die dort arbeiten.
Von Henk De L'Ainge
Die Anfänge der DAF-Produktion in Belgien reichen bis in die Mitte der 60er Jahre zurück. Damals gab es in Eindhoven zwar reichlich Platz für eine Expansion, doch das richtige Personal zu finden, war eine echte Herausforderung. Die Lösung für dieses Problem fand das Team gleich hinter der Grenze: im belgischen Teil der Region Kempen. 1964 kaufte es in Oevel ein Grundstück in der Nähe der Autobahn A13, wo schnell ein neues Werk entstand. Am 5. Mai 1966 rollten die ersten vier Lkw-Fahrerhäuser vom Band. Das Wachstum verlief unglaublich rasant: Bereits zwei Monate später wurde das tausendste Fahrerhaus nach Eindhoven transportiert. Noch im selben Jahr war DAF Vlaanderen dann in der Lage, alle Arten von Fahrerhäusern zu produzieren, und das Werk lief auf Hochtouren.
„MADE IN BELGIUM“
Seitdem trägt ein großer Teil der DAF-Lkw das Label „Made in Belgium“. Das Werk wuchs schnell, und seine Entwicklung erhielt 1971 einen weiteren Schub, als auch die Achsenproduktion von Eindhoven nach Westerlo verlegt wurde. In den folgenden Jahrzehnten folgten schnell weitere, umfassende Investitionen. In den 80er Jahren war eine damals hochmoderne Lackieranlage – zu der Zeit die umweltfreundlichste ihrer Art – nur eine der Erweiterungen, die dem Werk hinzugefügt wurden. DAF hielt weiterhin an einer klaren Strategie fest: Wichtige Komponenten wie Achsen sollten im eigenen Haus entwickelt und gefertigt werden, um maximale Qualität und Leistung zu gewährleisten.
INVESTITIONEN IN DIE ZUKUNFT
Das Innovationstempo hat in den letzten 10 Jahren noch zugenommen: DAF hat mehr als 650 Millionen Euro in das Werk in Westerlo investiert – ein Teil davon für die Produktion der neuesten Lkw-Generation. Diese Investitionen sind auf dem gesamten Gelände sichtbar. So verfügt das Werk beispielsweise über eine hochmoderne Lackieranlage für Fahrerhäuser mit einer Länge von fast 150 Metern, die bis zu 3.000 Farbvarianten verarbeiten kann. Dank fortschrittlicher Techniken wurden die Emissionen um die Hälfte reduziert, und der Lackverbrauch wurde auf ein Minimum gesenkt. Der Umweltschutz war bei der Entwicklung der Fahrerhaus-Lackieranlage ohnehin ein sehr wichtiger Aspekt. Moderne Lackiersysteme haben die Emissionen um 50% reduziert, und zusätzlich kommen neueste Technologien zum Einsatz, um die Luft zu reinigen, bevor sie die Lackierkabinen verlässt.
Auch die Fertigung der Fahrerhäuser wurde weitgehend automatisiert. Im Karosseriebau arbeiten rund 145 Roboter präzise zusammen, um die Fahrerhäuser zu montieren, die anschließend im Bereich „Verkleidung“ exakt nach Kundenvorgaben fertiggestellt werden. Hierbei wird großer Wert auf Ergonomie und optimale Arbeitsbedingungen gelegt – das umfasst unter anderem eine gute Beleuchtung, minimale Lärmbelastung und vollständig anpassbare Arbeitsstationen.
In der Achsenfabrik sorgen vollautomatisierte Fertigungslinien für eine höhere Produktionsleistung und eine gleichbleibende Qualität. Außerdem kommen modernste Sprühroboter zum Einsatz, die den Lackverbrauch reduzieren und so die Umweltbelastung zusätzlich minimieren.
FABRIK DER ZUKUNFT
Diese Kombination aus technologischer Innovation, Nachhaltigkeit und Mitarbeiterfokus blieb nicht unbemerkt: 2024 wurde DAF Trucks Vlaanderen vom belgischen Technologieverband Agoria zur Fabrik der Zukunft („Factory of the Future“) gekürt.
Heute arbeitet das Werk vollständig nach dem Just-in-Time-Prinzip: Fahrerhäuser und Achsen werden genau zum richtigen Zeitpunkt und in der richtigen Reihenfolge an die Montagewerke in Eindhoven und im britischen Leyland geliefert. Im Mittelpunkt steht dabei das PACCAR-Produktionssystem, bei dem kontinuierliche Verbesserung und engagierte Mitarbeiter der Schlüssel zum Erfolg sind.
BEEINDRUCKENDE PRODUKTION
Die beeindruckenden Produktionszahlen unterstreichen die Fortschritte, die DAF Westerlo seit 1966 gemacht hat: 2021 rollte die dreimillionste Achse vom Band, und in diesem Jahr wurde außerdem der Meilenstein von eineinhalb Millionen Fahrerhäusern erreicht. Jos Habets, Mitglied des DAF-Vorstands und verantwortlich für den Bereich Produktion, sagt hierzu: „Diese 60 Jahre Fertigung in Belgien haben wir den Generationen von Mitarbeitern zu verdanken, die DAF Westerlo zu dem gemacht haben, was es heute ist: eine hochmoderne, zukunftsorientierte Produktionsstätte. Und natürlich tragen auch unsere heute 2.000 Mitarbeiter und unsere 1.000 Zulieferer – von denen rund 400 in Belgien ansässig sind – zu diesem Erfolg bei. Dank ihres Engagements sind wir in der Lage, Lkw zu bauen, die in Sachen Zuverlässigkeit, Komfort und Qualität führend sind. Mit unseren fortlaufenden Investitionen in DAF Trucks Vlaanderen N.V. ist unser belgisches Werk für eine vielversprechende Zukunft gerüstet.“
BEREIT FÜR DIE NÄCHSTEN 60 JAHRE
Die Kombination aus Innovationskraft, nachhaltiger Technologie und Handwerkskunst hat das Werk in Westerlo zu einem unerlässlichen Zulieferer bei DAF gemacht. Was als Lösung für ein Kapazitätsproblem begann, wurde schließlich zu einem Vorbild für die moderne Industrie. Und wenn es nach DAF geht, sind diese 60 Jahre erst der Anfang.
Bart de Wever, Prime Minister of Belgium
„EIN VORBILD FÜR UNSER LAND“
Das 60-jährige Jubiläum bot dem belgischen Premierminister Bart de Wever eine hervorragende Gelegenheit, DAF Vlaanderen zu besuchen. Er zeigte sich sichtlich beeindruckt: „Die belgische Industrie macht derzeit schwierige Zeiten durch, doch die Geschichte von DAF zeigt, wie uns nachhaltige Investitionen und eine gesunde Portion Mut auf die Zukunft vorbereiten können. DAF ist ein Vorbild für unser Land!“
Twan Winters, Direktor Uptime Services bei DAF
Jahrzehntelang bezog sich der Begriff „Kundendienst“ bei DAF nur auf das, was nach dem Verkauf eines Lkws an Kunden passierte. Dabei ging es vor allem um Reparaturen und Wartung. Doch 2026 wurde dieses Konzept einem modernen Unternehmen einfach nicht mehr gerecht, weshalb der Kundendienst in „Uptime Services“ (Services für mehr Betriebszeit) umbenannt wurde. Doch laut Twan Winters geht es hierbei um viel mehr als nur um eine neue Bezeichnung: „Es ist eine grundlegende Veränderung in der Art und Weise, wie wir unsere Kunden unterstützen.“
Von Henk De L'Ainge
WARUM WURDE DER NAME GEÄNDERT?
„Der Begriff ‚Kundendienst‘ beschrieb damals nur das, was nach dem Verkauf stattfand. Aber wir wollen unsere Kunden noch viel umfassender unterstützen. Der Name ‚Uptime Services‘ (Services für mehr Betriebszeit) macht deutlich, worauf wir uns konzentrieren: Kunden dabei zu unterstützen, ihre Lkw auf der Straße zu halten, die Produktivität zu wahren und jederzeit einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten. Doch wir haben nicht einfach nur den Namen geändert, sondern auch unsere Arbeitsweise umgestaltet: Heute arbeiten wir deutlich proaktiver und strategischer und konzentrieren uns dabei stets voll und ganz auf den Kunden.“
„Unsere Mission ist klar: maximale Verfügbarkeit bei minimalen Gesamtbetriebskosten. Wir setzen darauf, ungeplante Ausfallzeiten zu vermeiden, anstatt Probleme im Nachhinein zu beheben.“
Twan Winters,
DAF Director Uptime Services
WAS BEDEUTET DIESER PROAKTIVE ANSATZ FÜR KUNDEN KONKRET?
„Unsere Mission ist klar: Wir wollen maximale Betriebszeit bei minimalen Gesamtbetriebskosten ermöglichen. Wir setzen alles daran, Ausfallzeiten zu verhindern, anstatt sie nur zu beheben, wenn sie auftreten. Für unsere Kunden bedeutet das höhere Produktivität und vorhersehbare Kosten. Wir unterstützen diese neue Vision mit ehrgeizigen Zielen: Wir wollen einen Punkt erreichen, an dem ein Lkw nur einen geplanten Werkstattbesuch pro Jahr benötigt.“
WIE WIRD DAF DIESES ZIEL ERREICHEN, UND WELCHE ROLLE SPIELT DIGITALE TECHNOLOGIE BEI DIESER ENTWICKLUNG?
„Digitale Technologie spielt eine Schlüsselrolle bei der Erreichung dieses Ziels. Unter dem Namen DAF TruckIQ haben wir unsere Lkw in ein Ökosystem vernetzter Services integriert, das auf PACCAR Connect basiert: Remote-Updates, intelligente Servicebenachrichtigungen (Smart Service Alerts) und PreDiagnostics. So können wir von reaktiver auf vorausschauende Wartung umsteigen. Dank unserer vernetzten Services können wir die Bedingungen im Fahrzeugeinsatz überwachen, können Muster erkennen und können eingreifen, bevor Probleme auftreten. Hinzu kommt außerdem, dass sich DAF-Partner optimal auf einen möglichen Werkstattbesuch vorbereiten können.“
KÖNNEN SIE DAS IN KLARE VORTEILE FÜR KUNDEN ÜBERSETZEN?
„Ja, auf Jeden Fall. Nehmen Sie die Remote-Updates als Beispiel: Mit dieser Funktion können wir Software-Updates per Fernzugriff durchführen. Kunden müssen hierfür also nicht mehr die Werkstatt besuchen, und Lkw sind stets auf dem neuesten Stand. Kunden erhalten also einen doppelten Vorteil: Ihre Lkw liefern stets optimale Leistung und sie müssen ihre Arbeit nicht mehr unterbrechen. Oder denken Sie an PreDiagnostics: Noch bevor ein Lkw in die Werkstatt kommt, weiß der DAF-Partner bereits, welche Arbeiten zu erledigen sind. Die Teile können im Voraus vorbereitet werden, wodurch Lkw weniger Zeit in der Werkstatt bleiben müssen. Das ist nicht nur für Kunden ein riesiger Vorteil, sondern auch für DAF-Partner, da sie ihre Werkstatt optimal nutzen können. Und mit Smart Service Alerts können wir Risiken frühzeitig erkennen, damit Lkw in die Werkstatt gebracht werden können, bevor es zu einer Panne kommt. So erhalten Kunden maximale Fahrzeugbetriebszeit und optimale Kontrolle.“
KUNDEN ERHALTEN ALSO EINE BESSERE VORHERSEHBARKEIT?
„Genau. Mit den neuen Services werden aus unerwarteten Ausfallzeiten planmäßige Wartungsarbeiten – das ist das Kernprinzip der Uptime Services. Die Kundenvorteile sind offensichtlich: noch bessere Fahrzeugnutzung, niedrigere Kosten und höhere Zuverlässigkeit des Logistikbetriebs. Und für Fahrer bedeutet das alles mehr Komfort, da sie jederzeit einen perfekt gewarteten Lkw fahren.“
Mit Remote-Updates können Software-Updates per Fernzugriff durchgeführt werden. Kunden müssen hierfür also nicht mehr die Werkstatt besuchen.
WIE VERÄNDERT SICH DADURCH DIE ZUSAMMENARBEIT ZWISCHEN DAF UND SEINEN PARTNERN?
„DAF-Partner sind nach wie vor entscheidend – ihre Rolle wird sogar noch wichtiger. Dank DAF TruckIQ erhalten DAF-Partner jetzt einen früheren und besseren Einblick in den technischen Status der Lkw ihrer Kunden. So können sie sich proaktiv an Kunden wenden, Beratung anbieten und sich auf die Durchführung von Wartungsarbeiten vorbereiten. Wir bauen im Wesentlichen eine Dreiecksbeziehung zwischen DAF, unseren Partnern und den Kunden auf. Gemeinsam schaffen wir eine einzige, integrierte Servicekette, die sich ausschließlich auf die Betriebszeit konzentriert.“
WARUM IST SIE SO WICHTIG?
„Unsere neue Arbeitsweise ist direkt mit dem Erfolg unserer Kunden verbunden: Denn jede Minute, die ein Lkw auf der Straße ist, generiert Einnahmen. Deshalb sehen wir den Service nicht mehr als Supportfunktion, sondern als Katalysator für den Kundenerfolg.“
WAS KÖNNEN WIR IN DEN KOMMENDEN JAHREN ERWARTEN?
„Ein immer intelligenteres, besser vernetztes und vorausschauenderes Servicenetzwerk. Wir werden weiterhin in Daten, Konnektivität und digitale Lösungen investieren, wobei wir immer ein Ziel im Auge behalten: Kunden dabei zu unterstützen, ihre Lkw optimal zu nutzen und ihr Geschäft zu verbessern. Kurz gesagt geht es bei den Uptime Services um ein einziges Ziel: dafür zu sorgen, dass die Lkw unserer Kunden auf der Straße bleiben – und das effizienter, zuverlässiger und rentabler als je zuvor. Deshalb freue ich mich auch, meine Stellenbezeichnung von "Direktor After Sales" in "Direktor Uptime Services" umzubenennen – und ich bin sehr stolz darauf.“
Gemeinsam die Zukunft des Transports gestalten
Liebe Kundinnen und Kunden, liebe Handels- und Servicepartner, als neuer Geschäftsführer von DAF Trucks Deutschland freue ich mich sehr, Ihnen in dieser Ausgabe unserer DAF IN ACTION erstmals begegnen zu dürfen. Für das freundliche Willkommen und das mir entgegengebrachte Vertrauen danke ich Ihnen herzlich.
Ich blicke mit großer Freude und viel Zuversicht auf die kommende Zusammenarbeit mit Ihnen, denn unser gemeinsames Ziel ist klar: Wir möchten Sie mit leistungsstarken, zuverlässigen und zukunftsweisenden Transportlösungen bestmöglich unterstützen. Besonders gespannt bin ich auf die diesjährige IAA-Transportation, auf der wir Ihnen erneut zeigen werden, wie DAF mit Innovationskraft, Effizienz und Kundenorientierung die Zukunft des Transportwesens aktiv mitgestaltet. Im Mittelpunkt steht dabei unser Markenversprechen „Powering your Success“ – ein Anspruch, den wir mit Leben füllen und tagtäglich gemeinsam weiterentwickeln wollen. Ein wesentlicher Fokus liegt dabei auf unserer DAF Transport Efficiency: Sie steht für wirtschaftliche, nachhaltige und praxisnahe Lösungen, die unseren Kunden helfen, ihre Effizienz im täglichen Einsatz weiter zu steigern und gleichzeitig den steigenden Anforderungen der Branche gerecht zu werden.
In dieser Ausgabe DAF IN ACTION möchten wir Ihnen spannende Einblicke in unsere neuesten Modelle, unsere Innovationen sowie in interessante Unternehmergeschichten geben.
Zu guter Letzt möchte ich mich bei Ihnen, liebe Handels- und Servicepartner, herzlich für Ihr tägliches Engagement und Ihre wertvolle Partnerschaft mit und für die Marke DAF bedanken. Denn nur gemeinsam können wir die Herausforderungen der Gegenwart sowie die bevorstehende Transformation der Transport- und Logistikbranche erfolgreich meistern und eine zukunftsfähige Grundlage für Sie, unsere Kunden und uns schaffen.
Christoph Fitz
Geschäftsführer DAF Trucks Deutschland GmbH
Die visitenkarte eines globalen anbieters
Wenn Sie Bananen kaufen, dann stammen sie mit hoher Wahrscheinlichkeit aus Kolumbien. Vielleicht kommen sie sogar aus Urabá, der wichtigsten Bananenanbauregion des südamerikanischen Landes. Der größte Bananenproduzent in dieser Region ist Banafrut, der sich auf DAF verlässt, um die beliebten Früchte zum Hafen zu transportieren.
Von Henk de Lange
Urabá ist die größte Bananenanbauregion Kolumbiens und übernimmt 60 bis 65% des nationalen Bananenexports. Entsprechend machen Bananen bis zu 85% der regionalen Wirtschaft aus. Das sehr feuchte Klima mit seinen konstant hohen Temperaturen bietet ideale Anbaubedingungen für die krummen gelben Früchte. Hinzu kommt die starke Exportinfrastruktur, einschließlich eines großen Hafens. Es ist also kein Wunder, dass Urabá eine so wichtige Region für die internationale Bananenversorgung ist.
BANAFRUT
Banafrut, der größte Bananenproduzent der Region, verfügt über 35 Plantagen mit einer unglaublichen Fläche von 3.850 Hektar. Das entspricht ungefähr der Größe einer mittelgroßen deutschen Stadt. Einige Plantagen verfügen sogar über eine eigene Landebahn. Der Bananenanbau ist ein arbeitsintensiver Industriezweig, weshalb Banafrut rund 2.900 Menschen beschäftigt, die jedes Jahr etwa 10 Millionen Kisten Bananen ernten.
ERSTER KUNDE AUSSERHALB EUROPAS
All diese Bananen müssen zum Hafen transportiert werden, von wo aus sie in Länder wie das Vereinigte Königreich, Deutschland, Polen, die Niederlande und Belgien transportiert werden. Banafrut ist selbst dafür verantwortlich, die Früchte zum Hafen zu transportieren, und setzt hierfür eine Flotte von 17 Lkw ein – und vier davon sind DAF-Fahrzeuge. Genauer gesagt handelt es sich um dreiachsige 6x4-XF530-Lkw der neuen Generation. Banafrut setzt sie seit Anfang dieses Jahres ein, womit das Unternehmen der erste DAF-Kunde außerhalb Europas ist, der die neue DAF-Generation in seine Flotte aufgenommen hat.
WARUM DAF?
Geschäftsführer Federico Martínez erklärt, warum sich Banafrut für den XF entschieden hat: „Wo soll ich anfangen?“, sagt er lachend. „Ein wichtiger Grund ist, dass sie mit PACCAR-Motoren ausgestattet sind, die wir bereits von unseren Kenworth Lkw kennen. Da wir einen Großteil der Wartung selbst übernehmen, ist das ein riesiger Vorteil. Und hinzu kommt, dass die DAF-Lkw wirtschaftlich und zuverlässig sind.“
Martínez erklärt, dass die dreiachsigen 6x4-Versionen der DAF-Lkw aus zwei Gründen ausgewählt wurden: „Die Straßen, die zu den Plantagen führen, sind oft unbefestigt, voller Schlaglöcher und sehr steil – hier braucht es einfach einen 6x4-Lkw. Doch am wichtigsten ist, dass ein dreiachsiges Fahrzeug einfach mehr Komfort bietet, sowohl für den Fahrer als auch für die Ladung. Wir wollen um jeden Preis verhindern, dass die Bananen während des Transports beschädigt werden. Qualität steht bei uns an oberster Stelle, weil unsere Kunden hier keine Kompromisse eingehen.“
„Und hinzu kommt, dass die lkw extrem agil sind. Das ist ein grosser vorteil beim manövrieren in unseren oft sehr engen be- und entladebereichen.“
Federico Martínez
NACHHALTIGKEIT
Nachhaltigkeit ist bei Banafrut ein wichtiger Schwerpunkt. Deshalb hat jede Banane, die von Banafrut geliefert wird, einen Fairtrade-Aufkleber, und das Unternehmen verfügt über Zertifizierungen der Rainforest Alliance und von GlobalGAP. „Diese Richtlinie wird im gesamten Unternehmen umgesetzt, auch bei der Modernisierung unserer Logistik“, so Martínez. „Deshalb war der Nachhaltigkeitsfokus der Marke – in Bezug auf Emissionen, aber auch auf den Verbrauch – ein weiterer Grund dafür, dass wir uns für DAF entschieden haben. Schließlich ist ein geringerer Kraftstoffverbrauch der direkteste Weg, um die CO2-Emissionen zu reduzieren.“
WIE SIEHT ES MIT DEN FAHRERN AUS?
„Als wir den XF in Betrieb genommen haben, haben die Fahrer regelrecht gejubelt“, erinnert sich Martínez. „Es war, als würde man ein Raumschiff fliegen – sie hatten noch nie so viel Komfort und Platz erlebt. Und hinzu kommt, dass die Lkw extrem agil sind. Das ist ein großer Vorteil beim Manövrieren in unseren oft sehr engen Be- und Entladebereichen.“
UNSERE VISITENKARTE
Die hochmodernen DAF-Lkw machen Eindruck in der kolumbianischen Frachttransportbranche: „Wir sehen sie als wichtige Visitenkarte für Banafrut“, sagt Martínez abschließend. „Ein weiterer Grund, noch einen fünften Lkw zu bestellen!“
Clevere teilelogistik hält lkw fit
Mit einer strategischen Investition im bayerischen Maßbach setzt PACCAR Parts neue Maßstäbe in der Ersatzteilversorgung für Nutzfahrzeuge. Das hochmoderne Logistikzentrum garantiert DAF-Partnern wie Transportunternehmern dank einer kompromisslosen Über-Nacht-Zustellung kürzeste Lieferzeiten. Ein Zusammenspiel aus digitalisierter Lagerhaltung und nachhaltigem Betrieb maximiert die Einsatzbereitschaft der Lkw-Flotten signifikant.
Von Frank Hausmann
In Unterfranken hat ein neues Logistik-Herzstück für die Lkw-Ersatzteilversorgung den Betrieb aufgenommen. Im bayerischen Maßbach nördlich von Schweinfurt hat PACCAR Parts rund 85 Millionen Euro in ein hochmodernes Teilevertriebszentrum investiert. Das PACCAR Distribution Center – kurz PDC – öffnete Ende 2024 offiziell seine Pforten und erweitert als weltweit 20. Teilevertriebszentrum seitdem das globale PACCAR Netzwerk.
Die Zentren bieten weltweit Unterstützung beim Teileverkauf für Partner der Marken DAF, Kenworth und Peterbilt sowie für TRP-Geschäfte für Lkw, Auflieger und Busse aller gängigen Marken. Der neue Betrieb ist darauf ausgelegt, dem DAF-Händlernetz einen erstklassigen Service zu bieten, bei dem Sendungen und Notfallbestellungen innerhalb von Stunden geliefert werden können. „Das neue PDC trägt entscheidend zur weiteren Stärkung unserer branchenführenden Teileversorgung für DAF-Partner und DAF-Kunden in Deutschland, der Schweiz und im Osten Frankreichs bei“, erklärte Dick Leek, der damalige Hauptgeschäftsführer von PACCAR Parts Europe während der feierlichen Eröffnung.
INTELLIGENTEN BEVORRATUNG UND DIGITALE ASSISTENZSYSTEME
Auf dem 22 Hektar großen Areal in Maßbach entstand ein Gebäudekomplex mit insgesamt 22.000 Quadratmetern Hallenfläche. Dort warten mehr als 80.000 Ersatzteile auf ihren Einsatz. Primäres Ziel des PDC ist es, den gesamten Warenfluss massiv zu beschleunigen und ungeplante Fahrzeugausfallzeiten bei den Kunden auf ein Minimum zu reduzieren. Die enorme Leistungsfähigkeit des Standorts basiert auf einer intelligenten Bevorratungsstruktur und dem konsequenten Einsatz digitaler Hilfsmittel in der gesamten Intralogistik. Das breit gefächerte Sortiment umfasst PACCAR Originalteile, DAF-Komponenten sowie das markenübergreifende TRP-Ersatzteilprogramm. Bei der Kommissionierung der Ware arbeiten die Beschäftigten teils mit einer sprachgesteuerten Materialhandhabung. Bei diesem System kommuniziert der Lagermitarbeitende über ein Headset direkt mit dem zentralen Lagerverwaltungssystem. Die Software sagt dem Kommissionierer an, aus welchem Regalfach welches Teil entnommen werden muss. Der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin bestätigt die Entnahme per Spracheingabe.
Dadurch bleiben die Hände frei für die eigentliche Arbeit. Dies steigert die Effizienz im Alltag spürbar und minimiert gleichzeitig die Fehlerquote beim Greifen der Teile. Ergänzt wird dieser reibungslose Prozess durch modernste Scantechnik, die jeden Bewegungsschritt eines Ersatzteils in Echtzeit im System erfasst, sowie durch automatisierte Verpackungslösungen.
ZENTRALE LAGE FÜR KURZE LIEFERWEGE
Das Verteilzentrum wurde geografisch so platziert, dass es die Lieferketten für Werkstätten und Servicepartner in Zentraleuropa entscheidend verkürzt. Konkret bedient der Standort das gesamte DAF-Händlernetzwerk in ganz Deutschland, in der Schweiz sowie im östlichen Teil Frankreichs. Durch diese regionale Nähe fungiert die Anlage wie ein erweitertes Außenlager der Händler vor Ort. Die lokalen Servicepartner müssen selten nachgefragte Komponenten nicht mehr kostenintensiv selbst einlagern, sondern können sich ganz auf das gängige Verschleißteilsortiment konzentrieren. Das Logistikzentrum in Maßbach puffert den unvorhersehbaren Bedarf im Hintergrund ab und garantiert zu jedem Zeitpunkt eine sofortige Teileverfügbarkeit für die Werkstätten.
KLARE VORTEILE FÜR LKW-BETREIBER
Für Transportunternehmen bedeutet jede Stunde, die ihr Lkw unplanmäßig in der Werkstatt verbringt, einen wirtschaftlichen Verlust. Mit dem neuen Standort lässt sich die Zeit, in der Lkw einsatzbereit auf der Straße rollen und Geld verdienen, deutlich erhöhen. Der entscheidende Vorteil für Kunden liegt in den stark erweiterten Bestellfristen im Zusammenspiel mit schnellen Logistikketten. DAF-Händler können dringend benötigte Ersatzteile bis 20:00 Uhr am Abend elektronisch bestellen und bekommen die angeforderten Komponenten noch in derselben Nacht per Expresslieferung zugestellt. So kann die jeweilige Servicewerkstatt schon am nächsten Morgen mit der Arbeit am Nutzfahrzeug beginnen. Im Idealfall ist der Lastwagen am Vormittag wieder startklar für den nächsten Transportauftrag.
NACHHALTIGKEIT IM OPERATIVEN BETRIEB
Ein zukunftsorientierter Fuhrpark verlangt heute nach umweltbewussten Partnern in der gesamten Lieferkette. Deshalb hat PACCAR Parts das neue PDC als klimaneutrales Gebäude konzipiert. Die Stromversorgung des Maßbacher Standorts wird durch 4.000 Solarmodule auf den Hallendächern abgedeckt. Überschüssige Energie fließt direkt in lokale Batteriespeicher. Den Strom können dann unter anderem elektrisch betriebene Lieferfahrzeuge an eingerichtete Ladestationen beziehen. Zudem sind sämtliche Gabelstapler und Hubwagen im Innenbereich elektrisch betrieben, was einen emissionsfreien und geräuscharmen Betrieb garantiert. Einen Ausstoß von schädlichen Abgasen in der Lagerhalle gibt es nicht. Ergänzt wird die ökologische Architektur durch umweltfreundliche Wärmepumpen zur ganzjährigen Regulierung die Gebäudetemperatur sowie durch großflächige Gründächer auf dem Bürokomplex, welche als natürliche Isolationsschicht fungieren und Lebensraum für Ökosysteme bieten.
MEILENSTEIN FÜR DIE LOGISTIKINFRASTRUKTUR:
Das Parts Distribution Center von PACCAR Parts in Maßbach stellt einen Meilenstein für die Logistikinfrastruktur von DAF in Mitteleuropa dar. Durch das enorme Lagervolumen und die späte Bestellfrist bis zum Abend wird die logistische Reaktionszeit bei Fahrzeugausfällen drastisch minimiert. Spediteuren wird eine lückenlose und markenübergreifende Ersatzteilversorgung garantiert, die unplanmäßige Standzeiten effektiv auf ein Minimum reduziert. Für die Transportunternehmen empfiehlt es sich, bei Wartungs- und Reparaturplanungen eng mit den regionalen DAF-Servicepartnern zu kooperieren, um die Vorteile des PACCAR-Nachtexpress-Netzwerks voll auszuschöpfen und die Uptime der Flotte zu sichern.
Deutschlands Infrastruktur auf dem Prüfstand
Deutschlands Verkehrsinfrastruktur steht unter enormem Druck. Besonders Autobahnen, Straßen und Brücken sind vielerorts marode und erreichen zunehmend ihre Belastungsgrenzen. Die Bundesregierung reagiert mit umfangreichen Investitionsund Sanierungsprogrammen, um die Leistungsfähigkeit des Fernstraßennetzes langfristig zu sichern.
Von Frank Hausmann
Über Jahrzehnte galt Deutschland als Vorbild für leistungsfähige Infrastruktur. Die Autobahn war Sinnbild für Effizienz und Mobilität, und für Speditionen diente die Bundesrepublik als wichtiger Transitkorridor im Herzen Europas. Heute zeigt sich jedoch, dass jahrzehntelange Unterfinanzierung und stetig steigende Verkehrsströme Spuren hinterlassen haben. Das deutsche Fernstraßennetz umfasst rund 13.200 Kilometer Autobahnen und nahezu 38.000 Kilometer Bundesstraßen. Obwohl diese Verkehrswege nur einen vergleichsweise kleinen Teil des gesamten Straßennetzes ausmachen, bewältigen sie fast die Hälfte aller Fahrleistungen. Der bauliche Zustand vieler Strecken gilt inzwischen als kritisch.
Über Jahrzehnte galt Deutschland als Vorbild für leistungsfähige Infrastruktur. Die Autobahn war Sinnbild für Effizienz und Mobilität, und für Speditionen diente die Bundesrepublik als wichtiger Transitkorridor im Herzen Europas. Heute zeigt sich jedoch, dass jahrzehntelange Unterfinanzierung und stetig steigende Verkehrsströme Spuren hinterlassen haben. Das deutsche Fernstraßennetz umfasst rund 13.200 Kilometer Autobahnen und nahezu 38.000 Kilometer Bundesstraßen. Obwohl diese Verkehrswege nur einen vergleichsweise kleinen Teil des gesamten Straßennetzes ausmachen, bewältigen sie fast die Hälfte aller Fahrleistungen. Der bauliche Zustand vieler Strecken gilt inzwischen als kritisch. Um einen drohenden Verkehrskollaps abzuwenden, hat die Bundesregierung das Infrastruktur-Zukunftsgesetz auf den Weg gebracht. Für die Legislaturperiode 2025 bis 2029 sind rund 170 Milliarden Euro für die Verkehrsinfrastruktur vorgesehen. Ein großer Teil stammt aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität, weitere Mittel kommen aus dem Etat des Verkehrsministeriums. Allein für 2026 und 2027 stehen jeweils mehr als 33 Milliarden Euro zur Verfügung. Für den Neu- und Ausbau von Bundesstraßen und Autobahnen sind bis 2029 über 14 Milliarden Euro eingeplant.
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SANIERUNGSOFFENSIVE FÜR BRÜCKEN
Besonders kritisch ist die Situation bei den Brücken. Rund 40.300 Bauwerke gehören zum Netz der Bundesfernstraßen. Nach Angaben des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr gelten etwa 8.000 Brückenbauwerke als sanierungsbedürftig oder nicht mehr ausreichend tragfähig. Gleichzeitig ist der Anteil der Autobahnbrücken in sehr gutem oder gutem Zustand in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zurückgegangen.
Um gegenzusteuern, startete das Ministerium bereits 2022 ein umfassendes Brückenmodernisierungsprogramm. Bis 2032 sollen auf einem priorisierten Streckennetz von etwa 7.000 Kilometern rund 4.000 kritische Autobahnbrücken saniert oder ersetzt werden. Allerdings gibt es Zweifel, ob dieser Zeitplan eingehalten werden kann. Der Bundesrechnungshof hält das Zieljahr für schwer erreichbar und verweist auf Personalengpässe sowie Verzögerungen bei der Umsetzung. Gleichzeitig baut die Autobahn GmbH ihre Kapazitäten aus und will die Zahl der modernisierten Bauwerke deutlich steigern.
Zusätzliche Finanzmittel sollen die Arbeiten beschleunigen. Für den Erhalt der Infrastruktur standen bereits 2024 mehr als 3,4 Milliarden Euro bereit. Hinzu kamen weitere Mittel für akute Brücken- und Fahrbahnsanierungen. Darüber hinaus setzt die Autobahn GmbH auf neue Planungsmethoden sowie spezialisierte Kompetenzzentren, um Genehmigungsverfahren zu verkürzen und Bauzeiten zu reduzieren.
ERSATZ-BRÜCKENBAU IM SCHNELLGANG
Wie dringend die Modernisierung vieler Bauwerke ist, zeigte sich zuletzt an der Bonner Nordbrücke auf der A565. Die wichtige Rheinquerung musste dauerhaft für Kraftfahrzeuge gesperrt werden. Täglich sind davon rund 100.000 Fahrzeuge betroffen. Ein beschleunigtes Verfahren soll sicherstellen, dass ein Ersatzbau möglichst schnell realisiert wird.
Ein positives Beispiel für beschleunigtes Bauen liefert die Rahmedetal-Brücke auf der A45. Nach der Sperrung und dem Abriss der alten Brücke wurde das erste Teilbauwerk Ende 2025 nach nur 26 Monaten Bauzeit für den Verkehr freigegeben. Das Projekt gilt inzwischen bundesweit als Vorbild für schnelle Ersatzneubauten und könnte Maßstäbe für zukünftige Infrastrukturprojekte setzen.
Auch der Neubau der Rheinbrücke Leverkusen auf der A1 zählt zu den bedeutendsten Verkehrsprojekten Deutschlands. Die erste neue Brücke ist bereits in Betrieb, während der zweite Teil noch entsteht. Gemeinsam mit weiteren Ausbaumaßnahmen an den Autobahnen A1 und A3 soll das Projekt helfen, das künftige Verkehrswachstum in der Region zu bewältigen.
„Finanziert werden unter anderem 23 brückenersatzneubauten. Gleichzeitig sind 15 fahrbahnsanierungen geplant.“
SONDERVERMÖGEN FÜR INFRASTRUKTUR UND KLIMANEUTRALITÄT
Wie dringend die Modernisierung vieler Bauwerke ist, zeigte sich zuletzt an der Bonner Nordbrücke auf der A565. Die wichtige Rheinquerung musste dauerhaft für Kraftfahrzeuge gesperrt werden. Täglich sind davon rund 100.000 Fahrzeuge betroffen. Ein beschleunigtes Verfahren soll sicherstellen, dass ein Ersatzbau möglichst schnell realisiert wird.
Ein positives Beispiel für beschleunigtes Bauen liefert die Rahmedetal-Brücke auf der A45. Nach der Sperrung und dem Abriss der alten Brücke wurde das erste Teilbauwerk Ende 2025 nach nur 26 Monaten Bauzeit für den Verkehr freigegeben. Das Projekt gilt inzwischen bundesweit als Vorbild für schnelle Ersatzneubauten und könnte Maßstäbe für zukünftige Infrastrukturprojekte setzen.
Auch der Neubau der Rheinbrücke Leverkusen auf der A1 zählt zu den bedeutendsten Verkehrsprojekten Deutschlands. Die erste neue Brücke ist bereits in Betrieb, während der zweite Teil noch entsteht. Gemeinsam mit weiteren Ausbaumaßnahmen an den Autobahnen A1 und A3 soll das Projekt helfen, das künftige Verkehrswachstum in der Region zu bewältigen.
Die Brücken in Deutschland stellen die größte Herausforderung dar. Rund 8.000 der 40.300 Brücken im Bundesfernstraßennetz sind dringend sanierungsbedürftig.
INVESTITIONEN AUCH VOR ORT
Nicht nur Autobahnen und Großprojekte profitieren von den zusätzlichen Mitteln. Auch Länder und Kommunen erhalten erhebliche Unterstützung für regionale Infrastrukturmaßnahmen. Insgesamt stehen dafür 100 Milliarden Euro zur Verfügung. Die Gelder werden genutzt, um beschädigte Landesstraßen, kommunale Verkehrswege und Brücken zu erneuern.
Ein Beispiel ist Nordrhein-Westfalen. Mit dem „Nordrhein- Westfalen-Plan für gute Infrastruktur“ stellt das Land bis 2036 rund 3,5 Milliarden Euro bereit. Geplant sind zahlreiche Brückenersatzneubauten und Fahrbahnsanierungen. Ziel ist es, Engpässe zu beseitigen, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und das gesamte Verkehrsnetz zukunftsfähig zu machen. Schritt für Schritt soll so die Grundlage für eine moderne und leistungsfähige Infrastruktur geschaffen werden.
DAF auf der IAA 2026
Bei der IAA 2026, Europas größter Lkw- und Transportmesse, präsentiert DAF eine beeindruckende Reihe von Innovationen, darunter ein komplettes Sortiment neuer Achskonfigurationen, intelligente digitale Services und einen starken Fokus auf Fahrerkomfort. Das Thema, das all diese Bereiche miteinander verbindet, ist Transporteffizienz – nicht als eigenständige Technologie, sondern als umfassende Philosophie.
Von Henk De L'Aínge
Auf der IAA Transportation in Hannover gibt DAF Besuchern einen klaren Einblick in die Richtung, in die sich die niederländische Lkw-Marke weiterentwickelt. Das umfasst Innovationen in nahezu der gesamten Produktpalette: von elektrischen Fernverkehrsfahrzeugen bis hin zu spezialisierten Baustellen-Lkw und von digitalen Services, die die Fahrzeugbetriebszeit weiter verbessern, bis hin zu neuen Optionen, die Fahrern das Leben noch einfacher machen. All diese Innovationen werden mit einem einzigen Ziel entwickelt: Transportunternehmen dabei zu unterstützen, ihre Rentabilität zu steigern, indem sie Betriebskosten senken, Betriebszeiten maximieren und die höchstmögliche Effizienz pro Kilometer erzielen.
DIE ELEKTRIFIZIERUNG SCHREITET WEITER VORAN
Eines der wichtigsten Highlights am DAF-Stand ist zweifellos das umfangreiche Sortiment von Elektrofahrzeugen. Während Elektro-Lkw vor wenigen Jahren noch vorwiegend im innerstädtischen Verteilerverkehr eingesetzt wurden, zeigt DAF, dass emissionsfreier Transport mittlerweile in fast allen Bereichen eine praktikable Option ist. Die Einführung der neuen Modelle XG und XG+ Electric markiert einen bedeutenden Meilenstein in dieser Entwicklung. Diese Modelle erweitern das Elektrofahrzeug-Angebot auf das wichtigste Segment: den internationalen Fernverkehrsmarkt. Die neuen Fahrzeuge basieren auf derselben Technologie, die bereits bei den Modellen XD und XF Electric zum Einsatz kam, die international für ihren Antriebsstrang, ihre Batterietechnologie und ihren Fahrerkomfort anerkannt wurden. Dank effizienter Antriebsstränge und modularer Batteriepakete können diese Fahrzeuge mit einer einzigen Ladung mehr als 550 Kilometer zurücklegen. Damit lassen sich immer mehr Transportanwendungen ohne Abgasemissionen umsetzen.
ACHT JAHRE GARANTIE
Bemerkenswert ist auch die Wahl von LFP-Batterien (Lithium- Eisenphosphat). Diese Batterien enthalten weder Kobalt noch Nickel, bieten eine hohe thermische Stabilität und können täglich bis zu 100 Prozent aufgeladen werden, ohne dass hierdurch ihre Lebensdauer beeinträchtigt wird. Darüber hinaus bietet DAF eine achtjährige Batteriegarantie, was Transportunternehmen zusätzliche Sicherheit beim Umstieg auf Elektrofahrzeuge bietet.
EINE ELEKTRISCHE LÖSUNG FÜR JEDE ANWENDUNG DAF
macht deutlich, dass die Elektrifizierung nicht mehr auf Standardanwendungen beschränkt ist. Auf der IAA wird eine breite Palette neuer Konfigurationen vorgestellt, darunter elektrische 6x2-Zugmaschinen mit gelenkter Vorder- oder Hinterachse, die für den Schwerlast-Verteilerverkehr entwickelt wurden, wo eine hohe Nutzlastkapazität mit hervorragender Manövrierfähigkeit kombiniert werden muss. Darüber hinaus produziert DAF auch einen 6x2-Lkw mit starrer Karosserie und einer doppelt bereiften 10-Tonnen-Nachlaufachse, der sich für Anwendungen wie Container- und Kippersysteme eignet. Für schwere Baustellenarbeiten führt DAF sogar vollelektrische 6x4- und 8x4-Modelle mit angetriebenen Tandemachsen ein.
SPEZIELL FÜR DEN BDF-MARKT ENTWICKELT
DAF entwickelt auch Lösungen für hochspezialisierte Märkte. Ein Paradebeispiel hierfür ist das neue Elektro-Fahrgestell, das für den deutschen BDF-Markt für Wechselaufbauten konzipiert wurde. Durch die strategische Positionierung der Batteriepakete bleibt das Fahrgestell vollständig mit austauschbaren Ladeflächen kompatibel und bietet gleichzeitig eine optimale Reichweite. Damit hat DAF ein Angebot entwickelt, das in diesem Segment einzigartig ist.
MEHR LADEKAPAZITÄT MIT DEMSELBEN LKW
Eine der größten Herausforderungen bei Elektro-Lkw bleibt das Gewicht der Batterien. Deshalb investiert DAF große Summen in eine intelligente Gewichtsverteilung. Die bestehenden Elektro-Modelle XD, XF, XG und XG+ profitieren bereits von den europäischen Vorschriften, wonach das zulässige Gesamtgewicht für Elektrofahrzeuge bis zu zwei Tonnen höher ausfallen darf. In Verbindung mit einem effizienten Fahrzeugdesign führt diese Veränderung zu einer bis zu 500 Kilogramm höheren Nutzlast als bei vergleichbaren Dieselmodellen. Auf der IAA geht DAF noch einen Schritt weiter: Durch die Neupositionierung der Batterien und die Verlegung des Batteriepaketes aus dem Bereich unter dem Fahrerhaus wird die Vorderachse um rund 700 Kilogramm entlastet, was zu einer noch besseren Gewichtsverteilung führt – je nach Anwendungsbereich wird die Nutzlast hierdurch um bis zu 2,5 Tonnen erhöht. So erhalten Transportunternehmen eine höhere Produktivität pro Fahrt.
DIE ENERGIEWENDE ERFORDERT MEHR ALS NUR DEN LKW
Bei der Umstellung auf emissionsfreien Transport geht es nicht nur um Fahrzeuge. Deshalb wird das Elektroprogramm durch ein umfangreiches Servicepaket unterstützt: Hiermit erhalten Transportunternehmen eine maßgeschneiderte Beratung bei der Elektrifizierung ihrer Flotten, während PACCAR Power Solutions die Ladeinfrastruktur und Energiespeicher bereitstellt. Damit positioniert sich DAF als wichtiger Partner, der Kunden durch den gesamten Prozess der Energiewende begleitet.
Eine bemerkenswerte Neuerung ist die neue fünfachsige 10x4-Konfiguration für Schwerlastanwendungen, insbesondere in der Bauindustrie. Das Fahrzeug verfügt über zwei gelenkte Vorderachsen und ein Hinterachstridem mit angetriebenen Tandemachsen und einer anhebbaren, lenkbaren Nachlaufachse. Diese Konfiguration ermöglicht ein technisches Gesamtgewicht von bis zu 54 Tonnen, ohne hierdurch die Manövrierfähigkeit zu beeinträchtigen.
DIESEL BLEIBT WICHTIG
Die Elektrifizierung erhält zwar viel Aufmerksamkeit, doch DAF zeigt gleichzeitig, dass auch die Entwicklung von Diesel-Lkw weiter voranschreitet. Denn für viele Anwendungsbereiche wird der Dieselmotor auch in den kommenden Jahren die logische Wahl bleiben, weshalb das Programm für die Diesel-Lkw XD, XF, XG und XG+ weiter ausgebaut wird. So sorgen neue Achskonfigurationen dafür, dass die Fahrzeuge noch präziser auf spezifische Transportaufgaben zugeschnitten werden können. Das Ziel bleibt dasselbe: eine optimale Kombination aus Nutzlast, Effizienz und Benutzerfreundlichkeit. Eine bemerkenswerte Neuerung ist die neue fünfachsige 10x4-Konfiguration für Schwerlastanwendungen, insbesondere in der Bauindustrie. Das Fahrzeug verfügt über zwei gelenkte Vorderachsen und ein Hinterachstridem mit angetriebenen Tandemachsen und einer anhebbaren, lenkbaren Nachlaufachse. Diese Konfiguration ermöglicht ein technisches Gesamtgewicht von bis zu 54 Tonnen, ohne hierdurch die Manövrierfähigkeit zu beeinträchtigen.
NEUE MÖGLICHKEITEN FÜR DEN AUTOTRANSPORT
Besondere Aufmerksamkeit erhält auch der Autotransportmarkt: mit der Einführung eines Fahrgestells, das sich durch eine extrem niedrige Bauhöhe von nur 83 Zentimetern auszeichnet. In der Praxis bieten die Autotransporter zusätzlichen Laderaum innerhalb der gesetzlich zulässigen Fahrzeughöhe von vier Metern. Ein modifiziertes Radaufhängungssystem und der Einsatz von Niederquerschnittsreifen sorgen für mehr Flexibilität beim Transport von Personenkraftwagen. Die Lösung wird für die Baureihen XD, XF, XG und XG+ erhältlich sein. Der XD ist sogar in Ausführungen mit abgesenktem oder abgeschrägtem Dach erhältlich, sodass Fahrzeuge über dem Fahrerhaus verladen werden können.
DIGITALE TECHNOLOGIE VERHINDERT UNGEPLANTE AUSFALLZEITEN
Neben Produktinnovationen konzentriert sich DAF auf der IAA auch auf digitale Services. Denn ein Lkw, der nicht fährt, bringt auch keinen Umsatz. Unter dem Oberbegriff „DAF-Services für mehr Betriebszeit“ werden verschiedene Systeme vorgestellt, mit denen Transportunternehmen die Betriebszeit ihrer Flotte maximieren können. Die Grundlage hierfür bildet PACCAR Connect, die Online-Flottenmanagement-Plattform von DAF. Eine der praktischsten Anwendungen sind Software-Updates per Fernzugriff. Hiermit können Software-Updates direkt vom Fahrer durchgeführt werden, ohne dass ein Werkstattbesuch erforderlich ist. Das spart Zeit und stellt sicher, dass in den Fahrzeugen stets die neueste Software installiert ist.
PREDIAGNOSTICS
Auch PreDiagnostics spielt eine wichtige Rolle: Sobald ein Fahrzeug gewartet werden muss, erhält der DAF-Partner bereits im Voraus alle relevanten Daten. So kann er Ersatzteile und Mechaniker organisieren, bevor der Lkw in die Werkstatt kommt. Das Ergebnis sind kürzere Werkstattbesuche und eine höhere Fahrzeugbetriebszeit. Intelligente Servicebenachrichtigungen (Smart Service Alerts) gehen noch einen Schritt weiter: Das System erkennt potenzielle Risiken frühzeitig, sodass Maßnahmen ergriffen werden können, bevor tatsächlich ein Fehler auftritt. Damit können Kunden von reaktiver zu vorausschauender Wartung übergehen.
DER FAHRER BLEIBT EIN ENTSCHEIDENDER FAKTOR
Egal, wie fortschrittlich Lkw auch werden – letztendlich bleibt der Fahrer der entscheidende Erfolgsfaktor für Transportunternehmen. Deshalb investiert DAF intensiv in den Fahrerkomfort. Die neuen Modelle XG und XG+ Electric sind die Flaggschiffprodukte dieser Baureihe. Dank des extralangen Fahrerhauses bieten diese Fahrzeuge ein Ladevolumen von maximal 12,5 Kubikmetern und eine Stehhöhe von bis zu 2,20 Metern. Damit gehören sie zu den geräumigsten Fahrerhäusern, die derzeit erhältlich sind. DAF hat für die Modelle XF, XG und XG+ ein ganzes Sortiment von Schränken an der Rückwand eingeführt, die speziell für Anwendungsbereiche konzipiert sind, bei denen der Fahrer den Lkw alleine bedient. Die hochwertige Staueinheit bietet zusätzliche 290 Liter Stauraum, der natürlich auch gut beleuchtet ist.
RELAX BETT
Damit sich Fahrer unterwegs entspannen können, haben wir zudem ein neues Relax Bett mit einer Breite von 90 Zentimetern eingeführt – das breiteste Bett, das derzeit auf dem europäischen Lkw-Markt erhältlich ist. Und dank der großzügigen Abmessungen des Fahrerhauses müssen Kunden keine Kompromisse beim Wohnraum eingehen.
TRANSPORTEFFIZIENZ ALS LEITPRINZIP
All diese Innovationen sind Teil einer übergreifenden Vision. Ab Herbst 2026 werden alle DAF-Fahrzeuge das neue DTE-Logo auf ihrem Kühlergrill tragen, wodurch sie auf den ersten Blick erkennbar sind. Das Logo steht für „DAF-Transporteffizienz“ und symbolisiert, dass jeder Lkw mit dem gleichen Ziel entwickelt wird: höchstmögliche Effizienz für Kunden zu erreichen. DAF beschränkt sich dabei nicht auf eine einzige Technologie, sondern verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem sich Elektroantrieb, effiziente Dieseltechnologie, digitale Services, Sicherheit und Fahrerkomfort gegenseitig ergänzen und verstärken. Für Transportunternehmen bedeutet das Ganze vor allem eines: mehr Möglichkeiten, ihren Betrieb effizienter, nachhaltiger und rentabler zu gestalten.